Vertreterversammlung 2015: Genossenschaften sind besondere Unternehmen

Fischach, 29.06.2015

Raiffeisenbank Stauden präsentiert der Vertreterversammlung ein gutes Ergebnis

Stauden  Gefestigt und mit gutem Eigenkapital ausgestattet, geht die Raiffeisenbank Stauden eG einer schwierigen Zeit für Banken entgegen. Zunehmende Regulierungsvorgaben und die expansive EZB-Geldpolitik machen es kleinen Banken schwer, den nötigen Ertrag zu erwirtschaften. Der Anspruch der Raiffeisenbank ist aber klar: Nicht Filiale oder Internet, sondern mit Filiale und Internet soll dem Kunden ein zeitgemäßes Dienstleistungsspektrum angeboten werden.

„Genossenschaften sind besondere Unternehmen. Die Genossenschaft kann wie keine andere Unternehmensform Menschen miteinander verbinden, sie ist mitgliederorientiert und seit über einem Jahrhundert ein verlässlicher Partner“,  eröffnete Vorstandsvorsitzender Walter Knoll die 26. Vertreterversammlung.

Und obwohl Thomas Walter bereits seit 31 Jahren regelmäßig an General- oder Vertreterversammlungen teilgenommen hat, war diese Versammlung doch etwas Besonderes: Er durfte die zahlreich erschienen Vertreter zum ersten Mal als Vorstand begrüßen. Zu Beginn seiner Rede stellte Walter zwei Aspekte heraus, die die Bank und auch die Kunden aus seiner Sicht bewegen. Zum einen sind es reelle Werte wie Sicherheit und Vorsorge und zum anderen, gerade im Hinblick auf die Griechenlandkrise, dass man Sparen lernen muss. Damit leitete er auf die Entwicklung in der Weltwirtschaft sowie der Finanzmärkte in Deutschland und Bayern im vergangenen Jahr über. Deutlich stellte er dar, dass die Volks- und Raiffeisenbanken rund 16,6 Mio. EUR an Spendengeldern allein in Bayern zur Verfügung stellten, was Direktbanken lieber in teure Werbung investieren. Auch die Raiffeisenbank Stauden eG konnte so mit rund 20.000 EUR die Region unterstützen. Natürlich ist der Bank bewusst, dass die ganze Finanzbranche vor großen Veränderungen und Entwicklungen steht. Aber die Volks- und Raiffeisenbanken haben seit ihren Gründungstagen immer Wert auf ein nachhaltiges, krisenfestes und zukunftssicheres Geschäftsmodell gelegt. Dies ist auch der Raiffeisenbank Stauden eG im vergangenen Jahr wieder gelungen.

Erfolgreiche Premiere: Vorstand Thomas Walter

Leider zeigen aber die Planrechnungen für die nächsten Jahre keine gute Prognose. Die expansive EZB-Geldpolitik und zunehmende Regulierungsvorgaben rütteln schwer am Ertrag. Viele Konkurrenten reagieren hier mit Filialschließungen und Entlassungen. Die Raiffeisenbank Stauden eG will aber weiterhin in der Fläche präsent sein. Der Anspruch lautet deshalb: Filiale und Internet. Anschließend übergab er das Wort wieder an seinen Vorstandskollegen Walter Knoll.

Dieser stellte die Bilanzzahlen 2014 vor. Die Bilanzsumme konnte um 2,05 Prozent auf 209,6 Mio. Euro gesteigert werden. Insgesamt verwaltet die Raiffeisenbank Stauden zusammen mit den Verbundpartnern Bausparkasse Schwäbisch Hall, Union Investment und der Allianz-Versicherung rund 256 Millionen Euro. Das Eigenkapital beläuft sich auf rund 19 Millionen Euro. An Steuern wurden 610.000 EUR abgeführt. Der Bilanzgewinn betrug rund 408.630 Euro. Die Dividende beträgt fünf Prozent.

Nach dem Bericht des Aufsichtsratsvorsitzenden Michael Wiblishauser über das Ergebnis der gesetzlichen Prüfung wurden der Vorstand und der Aufsichtsrat per Akklamation einstimmig entlastet. Ebenfalls einstimmig wurden die Aufsichtsräte Hermann Burkhard, Franz Vogg und Michael Wiblishauser für eine weitere Periode im Amt bestätigt.

Vorstandsvorsitzender Walter Knoll