125 Jahre Raiffeisenbank: Als Bankgeschäfte noch im Wohnzimmer stattfanden

Fischach, 08.11.2013

125 Jahre Raiffeisenbank in den Stauden

800 Gäste feiern in der Staudenlandhalle Fischach

Stauden Mit einem Festakt begeisterte die Raiffeisenbank Stauden eG in der mit tollen Lichteffekten erstrahlenden Staudenlandhalle rund 800 Mitglieder, Kunden und Ehrengäste mit einem dreistündigen Showprogramm.

Es war im Jahr 1888 im Beisein der damaligen Pfarrer Sales Baur und Karl Bachmann, als die Spar- und Darlehenskassenvereine in Langenneufnach und Fischach gegründet wurden. Dies war die Geburtsstunde der heutigen Raiffeisenbank Stauden eG. Aktuell unterhält die Staudenbank zehn Geschäftsstellen und beschäftigt rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

125 Jahre Raiffeisenbank Stauden eG – das war für die Vorstände Wilhelm und Walter Knoll ein guter Grund für eine Jubiläumsgala für alle Kunden und rund 800 Gäste folgten der Einladung unter dem Motto „Unser Herz schlägt hier“.

Nach einer kurzen Einleitung und Begrüßung durch die Vorstände übernahm der sympathische Moderator und Entertainer Peter Kühn das Wort und führte gekonnt durch den Abend. In einer bebilderten Zeitreise wurden die Anwesenden durch die Weltgeschichte und die Historie der Raiffeisenbank Stauden geführt. So erinnerte Kühn im ersten Block an die wilden 20iger Jahre, an die Weltwirtschaftskrise bis hin zu Boxweltmeister Max Schmeling und dem furchtbaren 2. Weltkrieg. Danach folgte der Aufschwung in den 50iger Jahren mit Fußballweltmeisterschaft, Autos und Fernsehen. Die Bankgeschäfte wurden noch oft in den Wohnzimmern der damaligen Rechner getätigt. Oftmals wurde der Schalter auch nach der Sonntagsmesse geöffnet – Optimaler Kundenservice wurde eben damals schon groß geschrieben.

Stolz auf ihr Jubiläum: Die Vorstände Wilhelm Knoll und Walter Knoll

Dann wurde es Zeit für Musik und da hatte die Raiffeisenbank mit der Gruppe Pop History ein wahrhaft goldenes Händchen bewiesen. Mit Hits aus den 50iger und 60iger Jahren kam das Publikum sofort voll in Fahrt. Von Roy Orbison, Elvis Presley und den Beatles bis hin zu Connie Francis „Schöner fremder Mann“ und Trude Herrs „Ich will keine Schokolade“ begeisterten die sechs Musiker, darunter auch Peter Kühn, den Saal restlos.

Im Wechselspiel wurden nachfolgend die entsprechenden Jahrzehnte geschichtlich und musikalisch aufbereitet. So errichten die Raiffeisenbanken in den 60iger und 70iger Jahren in den verschiedenen Staudengemeinden Neubauten. Auch Fusionen folgten von kleineren Raiffeisenkassen mit Langenneufnach, Fischach und Mittelneufnach.

Der lustige Hausmeister Bolle, alias Jörg Burkhardt, sorgte zwischendurch immer wieder für gelungene Comedy-Einlagen und klärte das Publikum über allerlei Geheimnisse in der Bankenwelt auf.

Nach der Pause sorgte Mentalmagier Rudi Christl für erstaunen, als er u.a. nur mit angeblicher Gedankenübertragung die Bankcard-Geheimnummer eines Zuschauers entzauberte. Natürlich blieb diese vor dem Publikum geheim gehalten.

Anschließend war wieder Peter Kühn und Pop History am Zug. So erzählte er wie in den 90iger Jahren aus den Fusionen der Raiffeisenbanken aus Langenneufnach, Mittelneufnach und schließlich Fischach die jetzige Raiffeisenbank Stauden eG entstand und vom großen Engagement der Bank in der Region, bei dem viele soziale Projekte mit Spenden für Vereine, Kirchen und Organisationen unterstützt werden.

Die Musiker von "Pop History" sorgten für tolle Stimmung

Gänsehautfeeling herrschte dann noch einmal kurz vor Schluss, als Pop History ein „Best of Musicals“ präsentierte. Perfekt inszeniert folgten die bekannten Hits aus Phantom der Oper oder Elisabeth. Hier glänzte vor allem Sängerin Hella Boysen als Christine und Sissi.

Zu Klängen von „We are the world“ folgte abschließend das große Finale nach gut drei Stunden Programm. Peter Kühn brachte es mit seinen Schlussworten auf den Punkt: „Selten war das Leben lebenswerter als das in Frieden und Freiheit in den letzten sechs Jahrzehnten. Lassen Sie uns daher positiv in die Zukunft schauen.“ Am Ausgang wurden die Besucher getreu dem Motto „Unser Herz schlägt hier“ noch mit einem kleinen Geschenk (Handwärmer in Herzform) verabschiedet.